Familie, die verbindet – Gastgeber aus Leidenschaft
Das Riposo al Bosco ist und bleibt ein familiengeführtes Haus – heute jedoch mit einer klaren, modernen Ausrichtung und dem Anspruch eines zeitgemäßen 3-Sterne-Superior-Hotels.
Nach einem bedeutenden Generationswechsel wird das Hotel von Simon Complojer und Giovanna Lastella geführt, die Tradition und Gastfreundschaft mit neuen Ideen, frischer Energie und einem zeitgemäßen Qualitätsverständnis verbinden. Unterstützt von der Familie und einem engagierten Team entsteht so ein Ort, an dem persönliche Betreuung, Authentizität und Professionalität Hand in Hand gehen.
Was uns auszeichnet, ist die Nähe zu unseren Gästen: kurze Wege, echte Herzlichkeit und das Gefühl, willkommen zu sein – kombiniert mit modernem Komfort, durchdachten Abläufen und einem klaren Blick in die Zukunft.
Aus einem traditionsreichen Gasthof ist ein modernes Haus geworden, das seine Wurzeln kennt und gleichzeitig den Geist der neuen Generation lebt – familiär geführt, bewusst weitergedacht.
In der Saison 2018/2019 traf das Haus Riposo al Bosco ein schwerer Schicksalsschlag: Die Mutter von Simon Complojer verstarb plötzlich und unerwartet. Mit diesem Verlust ging nicht nur ein persönlicher Einschnitt einher, sondern auch ein bedeutender Wendepunkt in der Geschichte des Hauses.
Von diesem Moment an übernahmen Simon Complojer und seine Frau Giovanna Lastella gemeinsam die Führung des Hotels. Eine große Verantwortung – und zugleich der Beginn eines neuen Kapitels für das Riposo al Bosco. Mit Respekt vor der Vergangenheit und dem Blick nach vorne wuchs aus dieser Veränderung eine neue Geschichte, die das Haus bis heute prägt.
In den frühen 50ern.
Die Eltern des jetzigen Besitzers haben diesen Gasthof in den 50er Jahren aufgebaut. Und das zu einer Zeit, die für die Südtiroler alles andere als einfach war. Die Nachkriegszeit hat auch unsere kleine Region hart getroffen, viele Tiroler verarmten oder wanderten aus. Der Tourismus begann hier erst sehr langsam Fuß zu fassen. Zwischen 1939 und 1943 waren die Südtiroler vor die Wahl gestellt geworden, zu optieren, also ihr Zuhause zu verlassen und nach Österreich oder Deutschland auszuwandern, oder im Land zu bleiben, aber dadurch italianisiert zu werden. Jene, die im Land blieben, nannte man Dableiber. Später, nach dem Ende des zweiten Weltkriegs machten der Südtiroler Bevölkerung Ungewissheit und Sorge über die Zukunft der kleinen Region zu schaffen. Viele kehrten zurück und hofften darauf, die italienische Staatsbürgerschaft wiederzuerlangen und sich wieder in ihrer Heimat einzugliedern. Mit dem bekannten Pariser Vertrag wurde dies möglich gemacht. Gleichzeitig wurde mit seiner Unterzeichnung auch der Grundstein für jenes wohlhabende Südtirol gelegt, das wir heute kennen. Unsere Großeltern hatten also den richtigen Instinkt.
Falzaregopass.
Die Umgebung rund um St. Vigil zieht die Menschen schon seit Jahrhunderten in ihren Bann und hat dafür gesorgt, dass sich rund um uns herum eine eigene Sagenwelt gebildet hat. Eine der bekanntesten Geschichten handelt von der mutigen Königstocher Dolasilla, einer Kriegsheldin des Fanesvolks. Ihr Vater, ein gieriger Mann, stahl einer Gruppe von Zwergen wertvolle Gegenstände, die Dolasilla ihnen ohne das Wissen ihres Vaters wieder zurückgab. Als Dank dafür erhielt sie von den Zwergen einen weißen Panzer, der sie vor Pfeilen schützen sollte. Außerdem prophezeiten die Zwerge, dass Dolasilla eine Kriegsheldin werden sollte, dass sie aber nicht in den Krieg ziehen dürfe, wenn ihr Panzer sich dunkel färben sollte. Sie erzählten ihr auch, dass im Silbersee etwas am Heranwachsen sei. Ihr Vater schickte Boten aus, um herauszufinden, worum es sich dabei handelte: Man fand dort Schilf aus Silber, aus dem der König Pfeile herstellen ließ, die das Fanesvolk keinen einzigen Krieg mehr verlieren ließen. Aus Dank dafür wurde Dolasilla mit einem Edelstein, der „Rajëta“, belohnt.
Eines nachts aber erschien Dolasilla im Traum einer ihrer toten Feinde und warnte sie davor, weiter mit den Zauberpfeilen in den Krieg zu ziehen. Der König aber beharrte darauf, dass Dolasilla weiter mit den Silberpfeilen kämpfen sollte. In der Zwischenzeit schmiedete der Zauberer Spina de Mul ein Bündnis gegen das Fanesreich, das darauf abzielte, Dolasilla ihren Edelstein zu stehlen. Zu diesem Zweck heuerte er den Helden Ey de Net, „Nachtauge“, an, der Dolasilla in ihrer nächsten Schlacht töten sollte. Der aber war von der Königstochter so beeindruckt, dass er keinen Pfeil abschoss. Spina de Mul aber hinterging ihn und schoss hinter Ey de Nets Rücken einen Pfeil auf Dolasilla. Ey de Net fühlte sich hintergangen und suchte nach der Schlacht das Fanesvolk und Dolasilla auf. Er wurde zum Schildträger der Königstochter. Auch hielt er beim König um ihre Hand an. Dieser jedoch kannte eine Prophezeiung, die besagte, dass Dolasilla mit einer Heirat ihre Kampfkraft verlieren würde. Aus Goldgier verkaufte der Faneskönig sein Reich an seine Feinde und verbannte Ey de Net aus dem Reich. Dolasilla verschenkte unabsichtlich alle ihre Silberpfeile an Kinder, die von Spina de Mul geschickt worden waren und musste kurz darauf in eine Schlacht ziehen, obwohl ihr Panzer sich dunkel verfärbt hatte. In dieser sagenumwobenen Schlacht starb Dolasilla im Pfeilhagel. Ihr Vater, der am Lagazuoi auf die Neuigkeiten wartete, erfuhr vom Tod seiner Tochter. Daraufhin verwandelte sich der „verräterische König“, der „falza rego“, in Stein. Noch heute kann man den steinernen König im Gadertal am Falzaregopass entdecken.
Ferien in den Bergen.
Südtirol zählt zu den wohlhabendsten Gebieten in Italien und Europa. Vor allem bekannt ist es für seine wunderschöne Berglandschaft, die jedes Jahr unzählige Touristen anlockt. Der Tourismus in der kleinen Alpenregion hat sich aber erst mit der Zeit entwickelt. Lange Zeit waren die Alpen anstelle eines gefragten Reiseziels eher eine unwegsame Hürde auf dem Weg ins sonnige Italien. Um 1800, als der Südtiroler Andreas Hofer einen Aufstand der Tiroler gegen Napoleon anführte, wurde die Region erstmals in ganz Europa bekannt. Als Kurort war Tirol schon länger beliebt, wenn auch nur bei der reichen Oberschicht. Jeden Sommer zogen die reichen Kaufleute aus den Städten in und um Tirol in die Berge zur Sommerfrische. Der erste, wirkliche Tourismushöhepunkt in Südtirol war kurz vor Beginn des 20ten Jahrhunderts. Auswärtige Investoren begannen große Hotels in Orten wie Toblach zu erbauen. Auch das Bergsteigen wird immer beliebter, wovon vor allem Almen und Schutzhütten profitieren. Zum Postkartenmotiv wurde Südtirol erstmals in der Zeit vor dem ersten Weltkrieg. Diese Jahre waren geprägt von luxuriösen Hotels und rauschenden Festen der gehobenen Gesellschaft. Der Massentourismus in der Region begann erst später, nach dem ersten Weltkrieg, als Südtirol Teil von Italien wurde. Die Italiener kamen in Scharen, um das Land zu besuchen. Um 1930 begann dann endlich auch die Erschließung der Dolomiten im Auftrag des Tourismus. Seilbahnen, Restaurants, Höhenhotels – alles das verdanken wir dieser Zeit. In den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg begannen viele Familien damit, selbst Fremdenzimmer zu vermieten. Danach wuchs der Tourismus im Land rasant. Dann wurde mit dem Skistar Gustav Thöni das Skifahren noch beliebter und es wurden neue Liftanlagen und Skigebiete gebaut. Und mitten in dieser bewegten Geschichte – unser Hotel Riposo al Bosco.